22 Jun 11

Ein Hallo aus Bern! Sie machen hier in vielen tollen Beiträgen auf etliches Aufmerksam. Daher les ich immer gerne und hab bemerkt, dass Sie im Grossteil auf Werbung verzichten (find ich toll, wo findet man das noch!?)! Dennoch möcht ich mal was aussergewöhnlich positives hinterlegen MIT Benennung des Geschäftes. Ein solches Geschäft hat etwas Werbung verdient und ich hoffe, Sie streichen diese Nachricht nicht zusammen:

Heute war endlich einmal kurz Sonne angesagt und ich habe spontan meine Digi-Cam Lumix LX3 aus dem Lederetui gezogen. Sie ist mein altes Schmuckstück, dass ich fast immer bei mir trage. So sieht sie leider auch aus, jedoch sind die Linsen alle perfekt und natürlich ist sie mechanisch einwandfrei – dachte ich.
Mit grossem Schrecken musste ich feststellen, dass eine der drei Kreuzschrauben am unteren Ende fehlte und das Objektiv war völlig verschmiert; war da etwa mein Sohnemann am werke?! Nun ja, ich hatte lust zu photographieren und schaute mich in Zollikofen, dass ich nicht wirklich kenne, nach einem Fachgeschäft um. Fand aber leider keines, dafür den Augenoptiker “swiss Optik-Brawand” im sog. Ziegelei-Märit.

Ich hatte nix zu verliehren, also ging ich hinein, packte meine Cam aus, erntete ein Schmunzeln meines symphatischen Gegenübers und fragte, ob Sie die Cam ev. reinigen könnten, die Linse sei verschmiert, ich würde auch ein Microfasertüchlein kaufen, hätte ich nicht schon etliche zu hause!

…und nun die klare WERBUNG von mir: Obwohl ich noch nie in diesem Geschäft war, meinte mann spontan, mit dem Lächeln auf dem Gesicht, dass sei doch keine Frage, bot mir Platz und ein Wasser an und verschwand fünf Minuten mit der LX3!
Nach benannter Zeit, wobei ich mich über das Wasser freute und meinen Erfolg, aber doch über die fünf Minuten wunderte (mal drüber Wischen dauert ja kaum so lange), kam der Augenoptiker aus der Werkstatt und teilte mir mit; man habe bemerkt, dass an der Unterseite eine kleine Schraube fehlen würde. Leider habe er keine schwarze Kreuzschlitz gefunden und nun eine silberne eingesetzt, selbstverständlich die ganze DigiCam gereinigt, ob das ok sei. Auch die anderen Schauben seien neu angezogen worden – aber eben, die eine, ja die eine sei nun nicht schwarz!

Ich traute meinen Ohren kaum, meinte nur, er müsse sich dafür nicht entschuldigen und wollte wissen was es denn kosten würde; …dass sei natürlich Service, aber eben, es sei schon schade hätte er keine schwarze Schraube gefunden :-)

Ich sag nur: swiss Optik-Brawand, in Zollikofen, einem Vorort von Bern! Ihr habt einen neuen Kunden für meine nötigen Kontaktlinsen! Sowas hab ich (leider) schon etliche Zeit nicht mehr erlebt. Toller, netter, aufmerksamer Service!
Ich sage vielen Dank! B.Baumgartner

Sehr geehrter Herr Baumgartner, wir danken für Ihren Text und lassen diesen so stehen. Es freut uns, dass Sie unsere Seite als interessant erachten und Sie ein so tolles Erlebnis hatten. Somit wünschen wir Ihnen mit der Lumix viele gute Motive und mit den Kontaktlinsen, allzeit gute Sicht!
kontaktlinsen-discounter.ch Team


Kategorie: Ausgesprochen!

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2 Kommentare.

  • Sam sagt:

    …prinzipiell geb ich Dir RECHT! Arbeit benötigt gerade in der heutigen Zeit eine Wertigkeit, sonst gilt sie schnell als unnütz, unseriös, “nichts Wert” etc.

    Allerdings ist, wie ich finde, gerade in der heutigen Zeit der Service am Kunden ein wiederkehrendes Thema! Wo immer weniger Fachkräfte in den Geschäften zu finden sind, ist es doch schön ein Geschäft – in diesem Fall ein Optikerbetrieb – gefunden zu haben, wo sich der Angestellte zum Wohle des Kunden noch etwas überlegt ;-)

    Zudem finde ich, bei einer Schraube und ein paar Minuten der Arbeit wäre es wohl lächerlich 5.- CHF (oder was auch immer) dem Kunden zu verlangen! Denn hier geht es nur um den Service und nicht um eine Wertigkeit der Arbeit!

    Sam
    (kein Augenoptiker :-) )

  • H. Seipp sagt:

    Hallo zusammen!

    Verständlich, dass der Kunde sich freut, dass eine Dienstleistung kostenlos war.
    Verständlich, dass der Optiker sich freut, dass er nun wahrscheinlich einen neuen Kunden hat.
    Was hat er daraus gelernt? Verlange kein Geld für Deine Arbeit, dann kommen neue Kunden.
    Wann werden Augenoptiker aber lernen, dass aus betriebswirtschaftlicher Sicht eine Leistung niemals kostenlos erbracht werden darf? Wo werden die unbedingt erforderlichen, die Kosten deckenden Erträge stattdessen eingeholt? Bei einem anderen Kunden? Beim selben Kunden, bei dessen nächsten Kauf?
    Es ist zu beobachten, dass ganz allgemein beim Optiker die Kundenfrequenz geringer, aber die Pro-Kopf-Erträge grösser geworden sind. Das ist keine nachhaltige Strategie, um mal ein Modewort zu gebrauchen.

    Eine klare Preisstruktur, eine einsehbare Preisliste für alle Arbeiten, evtl. sogar mit Arbeitswwerten (AW), wie in anderen Handwerks-Sparten üblich wäre sicher auch etwas, worüber sich ein Kunde freuen würde. Dann kann er sich z.B. auch beim nächsten mal sicher sein, wieder den selben Betrag bezahlen zu müssen. Dann fehlt zwar das Überaschungsmoment, wie der Preis wohl ausfallen mag, aber dafür wird es auch keine Enttäuschung. Und ein Optiker wüsste auch wieder, was seine Arbeit eigentlich wert ist.

    Freundliche Grüsse,
    H. Seipp
    (neben anderem auch Augenoptiker)



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